Liste der Artikel
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Metaphysik und Philosophie
Wieder staunen lernen
Dem heutigen Menschen mangelt es nicht an Überraschungen: Er erlebt sie unablässig. Aber vermag er noch zu staunen? Von Pascal und Uexküll über Platon, Aristoteles, Russell und Alquié bis hin zu Borella bedeutet die Wiederentdeckung des Staunens, jenen Augenblick wiederzufinden, in dem das, was selbstverständlich schien, zur Frage wird – und in dem die Philosophie, wenn nicht gar die Metaphysik, beginnt.
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Metaphysik
Geht die Wahrheit der Erkenntnis voraus?
Ist Wahrheit lediglich die Übereinstimmung von Intelligenz und Wirklichkeit? Die Unterscheidung zwischen logischer und ontologischer Wahrheit zeigt vielmehr, dass Erkennen eine bereits intelligible Wirklichkeit voraussetzt: Die Wahrheit ergibt sich nicht aus der Erkenntnis, sondern geht ihr voraus.
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Metaphysik und Philosophie
Das Cogito oder das Bewusstsein als Leihgabe
Gründet das Cogito wirklich das Subjekt? Und was wäre, wenn es im Gegenteil offenbaren würde, dass das Ich sich nicht selbst begründet? Von Descartes bis Jean Borella untersucht dieser Artikel die Hypothese eines Bewusstseins, das nicht vom Ich besessen wird, sondern als Teilhabe – vielleicht als „Leihgabe“ – empfangen wird.
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Metaphysik
Von der Analogie zum Paradoxon: Für eine Metaphysik der Intelligenz
Die Analogie ist eines der wichtigsten Instrumente der Metaphysik. Aber reicht sie aus, um zu erklären, wie die Intelligenz zur Wirklichkeit gelangt? Ausgehend von Platon, Aristoteles, Pascal, Kant, Nikolaus von Kues und vor allem Jean Borella zeigt dieser Artikel, wie das Paradoxon – weit davon entfernt, ein bloßer Widerspruch zu sein – zu einem echten metaphysischen Operator werden kann: Es offenbart die Grenzen der Vernunft, führt zur Aporie und von dort zur Neszienz, bis an die Schwelle des Überintelligiblen.
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Metaphysik und Wissenschaft
Kann Zeit ohne Veränderung existieren?
Kann Zeit vergehen, wenn sich absolut nichts verändert? Diese Frage, die im Mittelpunkt des berühmten Gedankenexperiments von Sydney Shoemaker steht, führt dazu, zwischen der Messung der Zeit und ihrem eigentlichen Wesen zu unterscheiden. Indem Fabio R. Llorella Costa dieses Argument erneut aufgreift, zeigt er, dass die Hypothese einer »Zeit ohne Veränderung« möglicherweise bereits das voraussetzt, was sie zu beweisen vorgibt. Eine klare und sorgfältige Untersuchung, die von der logischen Analyse zu einer genuin ontologischen Reflexion über das Wesen des Werdens führt.
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Metaphysik und Philosophie
Im Gespräch mit Sylvie Paillat: Die Metaphysik des Lachens
Warum nimmt das Lachen in der Geschichte der Philosophie einen so randständigen Platz ein, obwohl es vielleicht eine der tiefsten Dimensionen der menschlichen Existenz offenbart? In diesem Gespräch stellt Sylvie Paillat die zentralen Einsichten ihres Werkes Die Metaphysik des Lachens vor. Sie zeigt, dass das Lachen weit davon entfernt ist, lediglich ein psychologisches oder soziales Phänomen zu sein, sondern zu einem privilegierten Zugang zu den großen metaphysischen Fragen werden kann: zum Sein, zum Bewusstsein, zur Endlichkeit, zur Transzendenz und zur Bedeutung des Logos. Eine originelle Reflexion, die dazu einlädt, die Philosophie selbst im Licht eines wahrhaft „metaphysischen Lachens“ neu zu denken.
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Metaphysik und Wissenschaft
KI, künstliche mentale Energie, von Natur aus unintelligent
Maschinen rechnen, aber verstehen sie auch? Ausgehend von der grundlegenden Unterscheidung zwischen Vernunft und Intelligenz – einer Unterscheidung, die von einem Großteil des modernen Denkens übersehen wird – argumentiert dieser Artikel, dass der Begriff „künstliche Intelligenz“ eine Fehlbezeichnung ist. Aktuelle Systeme denken nicht, verstehen nicht und sind nicht frei; sie nutzen eine neue Kraft der Berechnung und Simulation. Von Kant bis Turing, von Leibniz bis Jean Borella wirft diese Betrachtung ein neues Licht auf die Debatten rund um KI, ihre Gefahren, ihre Versprechen, ihre Energiekosten und ihre Auswirkungen auf die Zukunft menschlicher Gesellschaften.
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Metaphysik
Descartes als Metaphysiker
Wie lässt sich die Philosophie Descartes’ verstehen? Es ist wichtig, in seinem geistigen Werdegang die wesentliche Rolle der Evidenz hervorzuheben, die von bloßer Gewissheit zu unterscheiden ist. Es ist die Unbezweifelbarkeit der Evidenz, die Descartes zur Entdeckung des Cogito und zur Formulierung der verschiedenen „Beweise“ für die Existenz Gottes führt. Evidenz entspricht keinem demonstrativen Verfahren, das seinen Gegenstand konstruiert; vielmehr ist sie eine unmittelbare Denkerfahrung, durch die sich der Geist notwendigerweise einem bestimmten geistigen Inhalt unterwirft. Daher gilt es, jene Deutungen zurückzuweisen, die Descartes’ Denken auf eine Ontotheologie oder auf ein lediglich vorkritisches Unternehmen reduzieren. Man kann somit von einer eigentlichen cartesianischen Metaphysik sprechen, einer Metaphysik, deren Inspiration sich in vieler Hinsicht auf das platonische Denken zurückführen lässt.
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Metaphysik und Philosophie
Metaphilosophie: Die drei Modi des Philosophierens
Was bedeutet es zu philosophieren? Die Wahrheit zu suchen, sie zu schauen oder sie zu lehren? Ausgehend von einer Einsicht Jean Borellas zeigt dieser Beitrag, dass der philosophische Akt drei untrennbare Dimensionen umfasst: Befragung, Kontemplation und Formulierung. Jede große Philosophie entsteht aus der Spannung zwischen diesen drei Modi und neigt bisweilen dazu, einen von ihnen auf Kosten der anderen zu bevorzugen. Eine solche Perspektive eröffnet den Weg zu einer eigentlichen Metaphilosophie: nicht mehr einer besonderen Lehre, sondern einer Reflexion über das Wesen des Philosophierens selbst.
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Metaphysik und Philosophie
Metaphysik: der dritte Weg
Die moderne Unterscheidung zwischen säkularer Philosophie und konfessioneller Theologie, im Einklang mit der gegenwärtigen Episteme, tendiert dazu, eine restriktive Alternative zwischen zwei Formen der Metaphysik zu etablieren. Diese schließen sich jedoch keineswegs gegenseitig aus: Jede echte Metaphysik, insofern sie auf die Intelligibilität des Ganzen abzielt, kann sich nicht auf die bloßen Grenzen der diskursiven Vernunft beschränken.
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Metaphysik und Philosophie
Feminismus, anders gedacht
Lässt sich ein Feminismus denken, der weder ideologisch noch bloß reaktiv ist?Eine unerwartete Lektüre. Auf wenigen Seiten begegnet uns ein wiederentdeckter Feminismus – vom Ökofeminismus zu Platon, von Virginia Woolf zu Simone Weil – bis hin zu einer Neubestimmung des Weiblichen als einer Kraft der Wahrheit.Genau das ist die Wette dieses Buches: vom gelebten Leib bei Maurice Merleau-Ponty bis zur Gestalt der Diotima bei Platon eine weitgehend unbeachtete Metaphysik des Weiblichen freizulegen.
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Metaphysik und Philosophie
Begegnung mit Jean Grondin: Die Schönheit der Metaphysik
In diesem Interview reflektiert Jean Grondin über die anhaltende Präsenz der Metaphysik trotz moderner Kritik und schlägt ihre Neugründung sowohl aus historischer als auch aus konzeptueller Perspektive vor. Ausgehend von ihren griechischen Quellen – Platon und Aristoteles – hebt er ihre grundlegende Rolle als Suche nach Sinn, Schönheit und ersten Prinzipien hervor. Der Dialog untersucht zudem ihre zeitgenössischen Entwicklungen, insbesondere durch die Hermeneutik, sowie ihre Beziehungen zur Theologie, zu spirituellen Traditionen und zu den Herausforderungen der modernen Welt. Was sich daraus ergibt, ist eine Konzeption der Metaphysik als offener und unerschöpflicher Dialog über den Sinn der Dinge und…die Schönheit der Metaphysik.